Das Geheimnis hinter der Materie

IDEALISMUS, DIE PHILOSOPHIE DER MATRIX UND DIE WAHRE NATUR DER MATERIE

 
Wenn wir morgens aufwachen und in der Nacht einen Traum gehabt haben, so sagen wir uns ,"Es war alles bloß ein Traum", und fahren mit unserem Alltagsleben fort.
 
Doch haben Sie sich jemals gefragt, was der Unterschied ist, zwischen der realen Welt und einem Traum?
 
Können wir durch unsere Sinne die reale Welt überhaupt wahrnehmen?
 
Wie könnten wir die Realität beweisen, wenn wir eines Tages alle unsere Sinne verlieren würden?
 
Diese Fragen, so alt wie die Menschheit selbst, sind vielfach durch die Wissenschaft untersucht worden.
 
Interessant ist, dass dieses Thema auch in mehreren Kinofilmen zum Kassenschlager geworden ist.
 
Diese Filme haben so viel Aufmerksamkeit erregt, dass die Debatten darüber noch immer andauern, obwohl sie inzwischen längst aus den Kinos verschwunden sind.
 
In diesem Artikel werden wir Fakten über die wahre Natur der Materie kennenlernen, indem wir einige dieser Kinofilme untersuchen. Wir werden sehen, dass die Welt, die wir uns als real vorstellen, in Wahrheit eine Ansammlung von Illusionen ist, die wir mit unserem Verstand erfahren.
 
DIE MATRIX
 
Neo ist ein Computer-Programmierer der für ein großes Software-Unternehmen arbeitet.
 
Er hat nicht den geringsten Zweifel daran, dass sein Leben real ist.
 
Doch er irrt sich!
 
Neo lebt tatsächlich in einer völlig künstlichen Welt.
 
Sein wirklicher Körper befindet sich in einer Art Kapsel, die mit einer speziellen Flüssigkeit gefüllt ist. Wie Millionen anderer Menschen wird er von Maschinen, die die Welt regieren, in einem vegetativen Stadium gehalten.
 
Sein Gehirn ist mit einem Super-Computer verbunden. In Neo's Gehirn wird durch ein Computerprogramm namens „Die Matrix“ eine virtuelle Welt erzeugt.
 
Er sieht nur, was ihm gezeigt wird, und er erfährt nur, was man ihn erfahren lassen will.
 
Er glaubt, seine Erfahrungen und sein Leben im späten 20. Jahrhundert seien real.
 
Tatsache aber ist, dass er bewegungslos in einer Art „abhängiger Animation“ im Jahr 2199 in einer Kapsel lebt.
 
Das Leben, das Neo für real hält, besteht in Wahrheit aus Wahrnehmungen, die in seinem Kopf von einem Computer erzeugt werden.
 
Einige wenige, angeführt von Morpheus, die aus der Gewalt der Maschinen entkommen konnten, sind sich dessen bewusst.
 
Morpheus trennt Neo von dem Computer und rettet ihn vor den Maschinen, was Neo ermöglicht, die Existenz der Matrix zu erkennen. Morpheus lehrt Neo eine Vielzahl von Dingen, die dieser nicht weiß.
 
Er offenbart Neo, dass alles, was dieser bisher gesehen, gehört, gerochen, ertastet und gefühlt hat, keine physische Realität besessen hat und er beweist ihm, dass all diese Erfahrungen nichts anderes waren als Eindrücke, die in seinem Gehirn geschaffen worden waren.
 
Virtuelle Realität und eine Welt aus elektrischen Signalen
 
Neo muss zunächst die grundsätzliche Logik der Matrix verstehen.
 
Die Matrix ist ein hochentwickeltes Computerprogramm, das eine virtuelle Realität im Gehirn erzeugt.
 
Die Welt, von der Neo glaubt, er lebe in ihr, ist nur Teil dieses Programms.
 
Nachdem sie Neo aus der Matrix befreit haben, beginnen Morpheus und seine Männer, Neo mit Hilfe eines der Matrix ähnlichen Programms, das sie selbst entwickelt haben, auszubilden.
 
Neo liegt in einem speziellen Stuhl, an seinen Kopf sind Kabel angeschlossen, und er wartet, dass die Software für seine Ausbildung geladen wird.
 
Als der Ladevorgang abgeschlossen ist, befindet er sich an einem ganz anderen Ort.
 
Seine Erscheinung ist völlig anders.
 
Seine Kleidung hat gewechselt und sein Haar ist gewachsen.
 
Morpheus:   Das ist unser Ladeprogramm. Wir können alles mögliche laden, Kleidung, Ausrüstung, Waffen, Trainings-Simulationen, alles, was wir brauchen.
Neo:               Wir befinden uns genau jetzt in einem Computer-Programm?
Morpheus:   Ist das wirklich so schwer zu glauben? Deine Kleidung ist anders. Die Stecker in deinem Körper sind weg. Dein Haar hat sich verändert. Deine Erscheinung ist jetzt das, was wir das „übriggebliebene Selbstbild“ nennen. Es ist die geistige Projektion deines digitalen Selbst.
 
Neo glaubt immer noch nicht, dass er sich in einer virtuellen Welt befindet.
 
Er ist furchtbar verwirrt über das Thema der Realität!
 
Neo:              Das hier ist nicht real?
Morpheus:  Was ist real? Wie definierst du „Realität“? Wenn du darüber sprichst, was du riechen kannst, schmecken und sehen kannst, dann ist „Realität“ nichts als elektrische Signale, die von deinem Gehirn interpretiert werden.
 
Morpheus’ Antwort offenbart eine verblüffende Wahrheit: Was wir “real” nennen, ist in Wirklichkeit eine Interpretation elektrischer Signale, die an das Gehirn übermittelt werden.
 
 
Wir nehmen die Außenwelt wahr dank unserer fünf Sinne.
 
Das aber ist kein Beweis dafür, dass es irgendeine materielle Entsprechung in der Außenwelt für das gibt, was wir wahrnehmen.
 
Wir können zum Beispiel nicht sagen,”Dort steht ein Tisch,” nur weil wir einen Tisch vor uns sehen.
 
Denn die Augen, die den Tisch sehen, handeln gewissermaßen „in Vertretung“.
 
Es gibt Rezeptor-Zellen an der Rückseite der Retina im Auge.
 
Diese Zellen verwandeln die Photonen, die sie erreichen, in einen elektrischen Strom, und Nerven transportieren diesen Strom zum Sehzentrum im Gehirn.
 
Das Sehzentrum des Gehirns interpretiert den elektrischen Strom und erzeugt ein Bild.
 
Wenn wir also sagen, "Ich sehe etwas," dann sehen wir in Wahrheit den "Effekt", der durch die Transformation der die das Auge erreichenden Lichtwellen in elektrische Signale in unserem Gehirn erzeugt wird.
 
Alles, was für den Gesichtssinn gilt, gilt analog auch für das Hören, Tasten, Schmecken und Riechen. All das nehmen wir in den entsprechenden Zentren im Gehirn wahr. Wir können niemals direkt in Kontakt sein mit den Gegenständen, die die Außenwelt ausmachen.
 
Wenn Neo mit der Matrix verbunden ist, sieht auch er die hellen lebhaften Bilder nicht mit einem physischen Auge. Was er glaubt, zu sehen, ist in Wahrheit die Interpretation der Signale, die sein Gehirn erreichen.
 
Neo:                Was macht ihr da?
Morpheus:    Deine Muskeln sind verkümmert. Wir bauen sie wieder auf.
Neo:                Warum schmerzen meine Augen?
Morpheus:     Du hast sie noch nie benutzt.
 
Eine Figur in dem Film Die Matrix sagt über eine Mahlzeit, die sie gerade einnimmt:
 
Mr. Reagan:    Ich weiß, dass dieses Steak nicht existiert. Ich weiß, dass, wenn ich ein Stück davon in den Mund nehme, die Matrix meinem Gehirn sagt, dass es saftig ist und gut schmeckt.
 
 
Deshalb ist es ein großer Irrtum, anzunehmen, die Welt, in der wir leben, sei „real“, nur weil wir sie wahrnehmen. Die Welt, die wir wahrnehmen, ist nur eine Reflexion der Welt in unserem Gehirn. Ganz gleich, wie „realistisch“ diese auch sein mag, es doch nichts als eine Illusion unseres Verstandes!
 
Heute kann man den Menschen computergenerierte, dreidimensionale Bilder präsentieren, als ob diese real wären, und man nennt dies „virtuelle Realität“.
 
Ärzte im Praktikum an der Michigan Universität, besonders das Personal der Unfallstation, üben in einem virtuellen Operationssaal. Mit Hilfe von 3D-Brillen sammeln sie Erfahrung an virtuellen Patienten.
 
Lassen Sie sich nicht täuschen durch die Bildqualität und den Detailreichtum!
 
Neo wird weiter in einer simulierten Umwelt ausgebildet.
 
Und das Thema ist wieder die Matrix.
 
In der Matrix entspricht alles den Original-Objekten.
 
Menschen, Gebäude, Autos...
 
Selbst die Verkehrsregeln, denen die Menschen folgen, wenn sie die Straße überqueren.
 
Morpheus:     Die Matrix ist ein System, Neo. Dieses System ist unser Feind. Doch wenn du drin bist, was siehst du? Geschäftsleute, Lehrer, Rechtsanwälte, Tischler. Den Verstand der Menschen, die wir zu retten versuchen. Doch bevor wir das tun, sind diese Menschen Teil des Systems... Du musst verstehen, dass die meisten dieser Menschen noch nicht dazu bereit sind, dass wir den Stecker herausziehen. Und viele von ihnen sind so schwerfällig und so hoffnungslos von dem System abhängig, dass sie dafür kämpfen werden, es zu schützen.
Morpheus:      Einfrieren.
Neo:                  Das ist nicht die Matrix?
Morpheus:       Es ist ein anderes Trainingsprogramm, dass dich etwas ganz bestimmtes lehren soll…
 
Neo schaut sich erstaunt um; er beginnt jetzt, die Wahrheit zu erkennen.
 
Alles um ihn herum ist Teil der Illusion, dass er lebt, und es gibt keine Realität!
 
Die Welt, die Neo für real hält, ist nichts als eine Simulation!
 
Die Autos, der Lärm der Stadt, der Verkehr, die Hochhäuser, der Ozean, die Menschen, alles sind nur Bilder, die in seinem Geist entstehen.
 
 
Das Alltagsleben ist genau wie in diesem Film.
 
Doch die meisten Menschen sind sich dessen bedauerlicherweise nicht bewusst.
 
Auch wenn es noch so überzeugend aussieht, nichts um uns herum ist tatsächlich real.
 
Die materielle Welt, auf die wir uns beziehen, ist lediglich eine Ansammlung von Wahrnehmungen unseres Verstandes.
 
Illusion ist nicht unterscheidbar von der Realität.
 
Morpheus und Neo sitzen jetzt vor einem Fernsehschirm.
 
Es sind Bilder, die zur Matrix gehören, zu sehen.
 
Morpheus:    Das ist die Welt, die du kennst. Die Welt, wie sie Ende des 20. Jahrhunderts war. Sie existiert jetzt nur noch als Teil einer neural-interaktiven Simulation, die wir die Matrix nennen. Du hast in einer Traumwelt gelebt, Neo… Dies ist die Welt, wie sie heute existiert... Willkommen in der “Wüste der Wirklichkeit”…
 
Die Welten, die Neo sieht und die, die ihm Morpheus zeigt, sind völlig verschieden. Die Bilder, die Neo für real hält, sind in Wahrheit Bilder einer Welt, die er zu sehen wünscht.
 
Neo hat bisher geglaubt, er befände sich in einer realen Welt, und er hat an dieser Realität niemals gezweifelt.
 
Er war sich also nicht bewusst, dass die Welt eine Illusion ist.
 
Milliarden heute auf der Welt lebende Menschen sind in derselben Situation!
 
Nun bereitet sich Neo auf das Kampftraining vor.
 
Er empfindet die simulierte Umgebung, in die er eintritt, äusserst realistisch, und daher ist er sehr aufgeregt.
 
Doch während all das geschieht, liegt er immer noch bewegungslos da!
 
Tank:             Wie wäre es mit ein wenig Kampftraining?
Neo:               Jiu-Jitsu? Ich werde Jiu-Jitsu lernen?
Neo:               I kenne Kung-Fu.
Morpheus:    Zeig’s mir.
Morpheus:     Dies ist ein Sparring Programm, ähnlich der programmierten Realität der Matrix. Es funktioniert nach denselben Grundregeln. Gesetzen wie der Schwerkraft. Was du lernen musst, ist, dass diese Regeln sich nicht von denen eines Computersystems unterscheiden. Manche können verändert werden. Andere können gebrochen werden.
 
Menschen haben heute die Möglichkeit, sich ganz woanders zu fühlen, als dort, wo sie tatsächlich sind.
 
Zum Beispiel werden Stereobilder von allen Wänden und vom Boden dieses Raumes
reflektiert.
 
Die Menschen, die mit Stereobrillen in diesem Raum herumgehen, stellen sich vor, dass sie ganz woanders sind. Sie können sogar auf Dinge, die sie sehen und hören, reagieren, als wenn diese real wären.
 
 
Die Wahrheit ist, dass wir keine äußere Welt brauchen, um uns vorzustellen, wir seien woanders.
 
Denn alles, was wir glauben zu erfahren, spielt sich in Wahrheit in unserem Verstand ab.
 
Wir können daher niemals mit den “Originalen” der Materie direkt in Kontakt treten.
 
All das, was wir wahrnehmen, und dessen wir unser Leben lang sicher sind, dass es existiert, sind tatsächlich Bilder und Gefühle, die sich im Gehirn formen.
 
VANILLA SKY
 
Ein anderer Film, der sich mit der Beziehung zwischen realer Welt und virtuellen Welten befasst, ist Vanilla Sky.
 
David Aames betreibt ein großes Verlagshaus.
 
Die Menschen seiner Umgebung bewundern seine physische Erscheinung, seinen finanziellen Status und seinen sozialen Umgang.
 
Bis sein Gesicht in einem Verkehrsunfall entstellt wird!
 
David Aames schließt danach einen Vertrag mit einer Firma.
 
Nach diesem Vertrag wird die Firma ihm ermöglichen, einen Wachtraum zu haben. Sein Körper wird derweil an einem besonderen Ort versteckt gehalten.
 
So setzt David Aames sein Leben fort in einer virtuellen Welt.
 
Er berührt die Objekte in der virtuellen Welt, isst, lacht und vergnügt sich, als ob alles real sei.
 
In einer bestimmten Szene spricht David mit einem Arzt, der ihn fragt, ob er zwischen Illusion und Realität unterscheiden könne.
 
Zunächst ist David sicher, er könne es. Doch als er sich bemüht, sich an Ereignisse zu erinnern, wird er unsicher und sagt, er wisse den Unterschied nicht mehr.
 
Interessant ist hier, dass, während er all dies sagt, er tatsächlich in einer illusionären Welt lebt, die ihm vorgegaukelt wird.
 
Arzt:            Wer ist der Mann in dem Restaurant? Wer ist das?
David:         Ich kann nicht…
Arzt:            Können Sie den Unterschied zwischen Traum und Wirklichkeit erkennen?
David:         Ja sicher. Und Sie?
Arzt:             Benutzen Sie Ihren Kopf. Sie haben einen Vertrag unterzeichnet... stimmt das nicht?
David:          Ich habe irgendetwas unterzeichnet.
Arzt:             War der Mann aus dem Restaurant dabei? Akzeptieren Sie den Widerstand Ihres Körpers. Lassen Sie Ihren Kopf antworten.
David:         Ja – das ist richtig.
Arzt:             Wer ist Ellie?
David:          Ich weiß nicht, was Realität ist.
Arzt:             Was ist vergangene Nacht passiert?
 
 
David, der in einer künstlich hervorgerufenen Traumwelt lebt, glaubt aufrichtig an die Realität seiner vergangenen Erfahrungen.
 
Dasselbe gilt für das gegenwärtige Leben vieler Menschen. Ganz gleich, wie fest die Menschen davon überzeugt sind, dass die Stimmen und Gefühle, mit denen sie interagieren, real sind, es sind nur Kopien, die in ihrem Verstand existieren, Imaginationen, die sie in der Realität nie erreichen können.
 
Unsere eigene Situation ist der des im Film gezeigten Charakters sehr ähnlich.
 
Alles in der Welt, in der wir leben, steht unter der Kontrolle von Gott. Und jedes kleine Detail wurde geschaffen als Teil einer Prüfung.
 
Jemand, der weiß, dass Gott alle Ereignisse, die er während seines Lebens sieht, und alle Geräusche, die er hört, als Vorstellung in seinem Gehirn erschafft, der wird sich Gott unterwerfen, dem Schöpfer von uns allen, dem unendlich Barmherzigen, anstatt in Furcht, Leere, Verzweiflung und Panik zu fallen.
 
Gott enthüllt in einem Vers:
 
Wenn euch Allah hilft, so gibt es keinen, der euch besiegen kann. Wenn Er euch aber im Stich lässt, wer könnte euch da helfen, ohne Ihn? Darum, wahrlich, sollen die Gläubigen auf Allah vertrauen.
(Qur’an, 3:160)
 
 
DAS DREIZEHNTE STOCKWERK
 
Ein weiterer Film zu diesem Thema ist Das dreizehnte Stockwerk.
 
Los Angeles, 1999, der 13. Stock eines Bürohauses.
 
Hannon Fuller und sein Kollege Douglas Hall haben ein ganz besonderes Computerprogramm entwickelt.
 
Wer das Programm startet, findet sich im Los Angeles des Jahres 1937 wieder. Und alle erforderlichen Informationen darüber werden an sein Gehirn übertragen.
 
Eines Tages ist Douglas Hall mit dem Simulator verbunden, und er befindet sich mit einer neuen Identität in einer faszinierenden Welt.
 
Es ist 1937.
 
Und in dieser virtuellen Welt ist er ein Bankkassierer namens John Ferguson.
 
In Wahrheit befindet sich sein Körper im Jahr 1999, und er ist mit einem Simulator verbunden.
 
Alles in dieser Welt, der sich Douglas Hall angeschlossen hat, sieht außergewöhnlich realistisch aus.
 
Autos, Menschen, Kleidung alles ist aus dem Jahr 1937.
 
Doch nicht eines dieser Bilder ist real.
 
Es sind alles Bilder in Douglas Hall’s Gehirn, geformt durch elektrische Signale von außen.
 
Die moderne Technologie erlaubt den Menschen, von Signalen ausgelöste künstliche Gefühle zu empfinden, als ob sie real seien. Mit Spezialhandschuhen können Menschen fühlen, wie sie eine nicht existierende Katze streicheln, einem nicht existierenden Gegenüber die Hand geben, oder ein virtuelles Objekt berühren.
 
Hieraus kann ein sehr wichtiger Schluss gezogen werden: Die Existenz einer „Außenwelt“ ist nicht notwendig für uns, damit wir etwas fühlen können, das wir als Realität erfahren.
 
Asthon ist einer der Charaktere, die im Jahr 1937 leben.
 
Eines Tages liest er einen Brief, den er nicht hätte lesen sollen, geschrieben von dem Entwickler des Programms, Hannon Fuller.
 
Und er erfährt die ungeheure Wahrheit: Er hat sein Leben in einer virtuellen Welt verbracht!
 
Asthon ist wütend. Er läuft sofort zu Douglas Hall und will die Wahrheit wissen:
 
Ashton:                Als ich es gelesen habe, dachte ich, es sei ein Witz. Eine vorgetäuschte Welt. Sehr witzig. Aber ich bin nicht blöd, Mr. Hall. Ich habe Sie und Ferguson bei dieser Umschalterei gesehen. Und dann all das Gerede darüber, zum “Ende der Welt” zu gehen.
Douglas Hall:      Was für ein Gerede?
Ashton:                Ich habe genau das gemacht, was in dem Brief steht. Ich habe einen Ort gewählt, an dem ich noch nie zuvor war. Ich wollte nach Tucson fahren. Wissen Sie, ich war noch nie auf dem Land. Also fuhr ich raus auf den Highway, mit über 50 Sachen durch die Wüste. Nach einer Weile war meins das einzige Auto auf der Straße. Nur noch ich, die Hitze und der Staub. Ich machte genau, was der Brief sagte: „Folge keinen Verkehrsschildern und halte nicht an, nicht einmal bei Straßensperren.“ Aber als ich eigentlich der Stadt hätte näher kommen sollen, stimmte irgendetwas nicht. Es gab keine Bewegung, kein Leben. Alles war still und bewegungslos. Und dann bin ich ausgestiegen. Und was ich sah, jagte mir eine Heidenangst in meine elende Seele. Es war wahr. Es war alles eine Täuschung. Es ist nicht real!
Douglas Hall:      Warum sollte Fuller etwas über die Limits der Simulation schreiben? Ich kenne sie.
Ashton:                 Ich stelle die Fragen jetzt. Ich will wissen warum… Ich will, dass Sie mir jetzt zeigen, was real ist. Ist das real? Ist das wirkliches Blut?
 
 
 
Tatsache ist, dass weder der Schmerz und die Angst von Douglas Hall, noch das Blut, dass aus seiner Beinwunde fließt, beweisen, dass die Welt, in der er lebt, real ist.
 
Denn seine Gefühle, und selbst das Blut, das sein Bein hinunter läuft, sind nichts als Wahrnehmungen.
 
Die Tatsache, dass jemand diese oder ähnliche Gefühle verspürt, stellen keinen Beweis der Existenz der materiellen Welt dar.
 
Im Verlauf des Films entdecken wir eine verblüffende Tatsache:
 
Ihr Leben, das diese Menschen für real halten, ist in Wahrheit Teil der Simulation.
 
Sie leben auch nicht 1999, sondern im Jahr 2024!
 
Die Charaktere sind mit einem Simulator innerhalb des Simulators verbunden und leben ein Leben, das erstaunlich überzeugende Ähnlichkeiten mit der Realität in diesen aufeinanderfolgenden virtuellen Umgebungen hat.
 
 
Es ist wie der Traum innerhalb eines Traums. Obwohl es im Traum keine materielle Realität gibt, kann man die realistischsten Emotionen verspüren und man kann sogar träumen, dass man aufgewacht ist.
 
WIE KÖNNEN SIE BEWEISEN, DASS SIE GERADE JETZT IN DIESEM MOMENT NICHT TRÄUMEN?
 
 
Was unterscheidet das reale Leben von unseren Träumen?
 
Wie können wir beweisen, dass wir gerade jetzt, in diesem Moment, nicht träumen?
 
In der Tat nehmen wir das, was wir das “reale” Leben nennen, auf dieselbe Weise war, wie wir unsere Träume wahrnehmen: Beide geschehen in unserem Verstand.
 
Das ist der Hauptgrund der Widersprüche zwischen der realen Welt und den Träumen.
            
 
Bis wir aufwachen, ist es unmöglich, festzustellen, dass das, was wir sehen, eine Illusion ist. Dieser wichtige Punkt wird in dem Film Die Matrix so dargestellt:
 
Morpheus:      Hast du jemals einen Traum gehabt, bei dem du absolut sicher warst, er sei real? Was wäre gewesen, wenn du aus dem  Traum nicht mehr aufgewacht wärst, Neo? Wie würdest du den Unterschied zwischen der realen Welt und der Traumwelt feststellen?
Neo:                  Das kann nicht sein…
Morpheus:       Was sein? Real?
 
In dem Film Vanilla Sky erzählt David seiner Freundin Sofia über den Einfluss, den ein Traum auf ihn hatte:
 
David:            Nein wirklich, ich hatte einen furchtbaren Traum… Ich ging die Treppe runter zum Auto, und meine Freundin war mir  gefolgt... Sie war durcheinander wegen... ich weiß nicht warum. Ich stieg ins Auto und... sie kam von einer Brücke ab…
Sofia:               Ich dachte, du musst sofort zur Arbeit...
David:            Doch ich überlebte und mein Arm und mein Gesicht wurden mit plastischer Chirurgie wieder aufgebaut. Und das Schlimmste war, dass ich nicht aufwachen konnte.
 
Die Matrix, Das dreizehnte Stockwerk und Vanilla Sky befassen sich mit demselben Grundthema. Die Welt, in der die Darsteller agieren, ist eine simulierte Umgebung, in der nichts real ist.
 
Augen zu Sehen und Ohren zu Hören, sind nicht notwendig.
 
Dank Informationen, die in seinen Verstand geladen werden, kann sich jemand zu einer ganz anderen Zeit an einem ganz anderen Ort befinden. Da gibt es keinen Unterschied zu unseren Träumen.
 
So wie wir morgens die Welt unserer Träume verlassen und in das zurückkehren, was wir für die Realität halten, so wird auch diese Welt eines Tages an ihr Ende kommen, und unser ewiges Leben im Jenseits wird beginnen. Gott offenbart dies in einem Vers:
 
Sie werden rufen: 'Wehe uns! Wer hat uns aus unserem Schlaf geweckt? Das ist es, was der Erbarmer vorausgesagt hatte, und die Gesandten hatten doch die Wahrheit gesprochen!" (Qur’an, 36:52)
 
Der Prophet (möge Gott ihn segnen und Frieden auf ihm sein lassen) lenkt unsere Aufmerksamkeit in einem Hadith ebenfalls auf diese Tatsache.
 
Die Menschen schlafen und wachen auf, wenn sie sterben. (Muhyiddin Ibn al-'Arabi, Fusus al-Hikam, S. 220)
 
WISSENSCHAFTLICHE UNTERSUCHUNGEN ZUM WESEN DER MATERIE
 
Der New Scientist ist eines der bekanntesten Wissenschaftsmagazine.
 
Seine Titelgeschichte vom 27. April 2002 stammt von J.R. Minkel, der Titel: "Das hohle Universum."
 
"Warum wir alle in einem Hologramm leben", lautete die Schlagzeile auf dem Titelblatt.
 
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass wir die Welt als ein einziges Lichtbündel wahrnehmen. Es sei daher ein Fehler, die Materie, auf unsere Wahrnehmung vertrauend, als absolute Wahrheit anzusehen.
 
Sie halten ein Magazin. Es fühlt sich solide an. Es scheint eine Art unabhängige Existenz im Raum zu haben. Dasselbe gilt für die Sie umgebenden Objekte – eine Tasse Kaffe vielleicht, ein Computer. Sie alle scheinen real irgendwo da draußen zu sein. Doch das ist alles Illusion. (J. R. Minkel, “The Hollow Universe,” New Scientist, 27. April 2002)
 
Michael Brooks sagt, dass wir, wie in dem Film Die Matrix, in einer simulierten Welt leben könnten.
 
In einem Artikel mit dem Titel “Das Leben ist eine Simulation und dann wirst du gelöscht”, erklärt Brooks dies so:
Wir brauchen auf “Matrix 2” nicht zu warten. Wir könnten bereits in einer gigantischen Computersimulation leben... Natürlich dachten Sie Die Matrix sei Fiktion. Doch nur, weil Sie es denken sollten. (Michael Brooks, “Life’s a sim and then you’re deleted,” New Scientist, 27 Juli 2002)
 
Autor Brooks untermauert seine Ansichten, indem er den Philosophen Nick Bostrom von der Yale Universität zitiert, der glaubt, dass Hollywood-Filme der Realität wesentlich näher kommen, als wir glauben. Er ist auch der Auffassung, es gebe eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass wir in einer simulierten bzw. virtuellen Welt leben, so wie es in manchen Filmen dargestellt wird.
 
Diese wissenschaftliche Tatsache, nämlich, dass wir nicht mit der Materie selbst interagieren, die in den vergangenen Jahren sehr viel besser verstanden worden ist, bewirkt ein tieferes Nachdenken bei den Menschen. Diese Situation, die gelegentlich die Filmindustrie inspiriert, führt dazu, dass virtuelle Umgebungen die Realität so realistisch wieder erschaffen, dass die Menschen von diesen illusionären Bildern zum Narren gehalten werden können.
 
Wer diese Tatsache in dieser Welt nicht erkennt, wird dies im Jenseits tief bedauern. Diese Menschen werden ihr Bedauern ausdrücken, wenn sie erkennen, dass alles, dem sie sich ihr ganzes Leben lang verschrieben hatten, alle Dinge, denen sie nachjagten, in dem Glauben, sie seien real, die Menschen, Besitz, Stellung und Titel, die sie als gottgleich ansahen, und dabei Ihn und das Jenseits vergaßen. Sie werden großen Kummer empfinden, wenn sie lernen müssen, dass die Dinge, von denen sie dachten, sie würden auf ewig mit ihnen sein, eines nach dem anderen verschwinden.
Gott spricht von den Geständnissen dieser Menschen im Quran:
 
Dann wird zu ihnen gesprochen werden: "Wo ist nun das, was ihr (Ihm) beigesellt hattet, anstatt Allah (zu verehren)?" Sie werden sagen: "Sie sind uns entschwunden. Doch nein! Wir riefen zuvor (eigentlich) nichts an." So lässt Allah die Ungläubigen irregehen. (Qur’an, 40:73-74)
 
 
DAS EINZIGE ABSOLUTE WESEN IST GOTT
 
Wir haben gesehen, dass wir niemals direkt mit der Materie in Kontakt treten können. Wir konnten auch die Tatsache erkennen, dass Materie für uns eine Illusion ist. Doch zu sagen „Materie ist eine Illusion“, bedeutet nicht, dass Materie nicht existiert. Im Gegenteil, ob wir sie sehen oder nicht, es gibt eine materielle Welt. Doch was wir sehen, ist eine Kopie dieser Welt, interpretiert durch die Wahrnehmungen in unserem Gehirn. Deshalb ist Materie für uns eine Illusion.
 
Welchen Unterschied macht das Erkennen dieser Wahrheit nun für den Menschen? Das Leben, die Perspektive und Werte jener, die erkennen, dass wir nur eine Kopie der Materie erfahren können, werden sich völlig verändern.
 
Menschen, die erkennen, dass Materie nur eine Illusion ist, wissen, dass der wertvollste Besitz des Menschen seine Spiritualität ist. Jemand, der dies erkennt, wird verstehen, dass Gott alle Orte durchdringt und dass alles mit Seiner Erlaubnis und auf Seinen Befehl geschieht. Seine Nähe zu Gott und seine Furcht vor Gott werden größer werden. Und als Konsequenz wird er strengstens die von Gott gesetzten Grenzen beachten. Jeder, der weiß, dass Gott ihn in jedem Moment sieht und hört und der versteht, dass er für jede seiner Taten im Jenseits zur Verantwortung gezogen werden wird, wird ganz natürlich die besten moralischen Werte annehmen.
 
So wird jeder in der Gesellschaft dem anderen mit Liebe und Respekt begegnen, und man wird miteinander um das beste Verhalten wetteifern.
 
Es ist klar, dass Materie eine Illusion ist. Das einzig absolute Wesen ist der allmächtige Gott, Der die Materie aus dem Nichts erschaffen hat. Gott offenbart im Qur’an:
 
Allah! Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Lebendigen, dem Beständigen! Ihn überkommt weder Schlummer noch Schlaf. Sein ist, was in den Himmeln und was auf Erden ist. Wer ist es, der da Fürsprache bei Ihm einlegte ohne Seine Erlaubnis? Er weiß, was zwischen ihren Händen ist und was hinter ihnen liegt." Doch sie begreifen nichts von Seinem Wissen, außer was Er will. Weit reicht Sein Thron über die Himmel und die Erde, und es fällt Ihm nicht schwer, beide zu bewahren. Und Er ist der Hohe, der Erhabene. (Qur’an, 2:255)
 
Bezeugt hat Allah - und auch die Engel und die Wissenden -dass es keinen Gott gibt außer Ihm, Dem Wahrer der Gerechtigkeit. Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Erhabenen, dem Weisen.
(Qur’an, 3:18)
 
Das einundzwanzigste Jahrhundert ist ein Wendepunkt der Geschichte, in dem sich diese Realität unter allen Menschen verbreiten wird, und der Materialismus wird vom Antlitz der Erde vertilgt werden.
 
Manche, die unter dem Einfluss der materialistischen Philosophie geglaubt haben, Materie sei absolut, sind nun dabei, zu der Erkenntnis zu gelangen, dass sie selbst Illusion sind, dass das einzige absolute Wesen Gott ist, Dessen Existenz alles andere umfasst. Diese Realität ist in folgenden Versen offenbart:
 
Und Allahs ist, was in den Himmeln und was auf Erden ist, und Allah umfasst alle Dinge. (Qur’an, 4:126)
 
Doch die Ungläubigen verwerfen (die Botschaft Allahs) als Lüge. Aber Allah wird sie (plötzlich) von hinten erfassen. (Qur’an, 85:19-20)
 
            Ist es nicht so, dass sie über die Begegnung mit ihrem Herrn in Zweifel sind? Er aber umfasst wahrlich alle Dinge. (Qur’an, 41:54)

2009-01-24 21:28:18

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